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Pressemitteilung vom 27.04.2002 Jung und engagiert Perspektiven des Ehrenamtes in der Jugendarbeit KOBLENZ, KREIS MYK. "Fünfzehn Prozent des Etats für Jugendhilfe sollten für die Jugendarbeit ausgegeben werden", dieser Forderung von Martin Nörber schloß sich auch der Vorsitzende des Kreisjugendrings Mayen-Koblenz, Thomas Christ, an. Es dürfe zum Beispiel nicht sein, dass Jugendliche, die ehrenamtlich für die Jugend arbeiteten, auch noch Materialien oder Freizeitbeiträge aus eigener Tasche bezahlen müßten. In seinem Vortrag zu den Chancen und Möglichkeiten des Ehrenamtes in der Jugendarbeit hatte Martin Nörber vom Hessischen Landesjugendring festgestellt dass 34 Prozent aller Bundesbürger ab 14 Jahren in irgendeiner Form ehrenamtlich/freiwillig engagiert sind. Jeder Engagierte wende rund 23 Stunden im Monat oder fünf Stunden pro Woche für sein Engagement auf. Das seien Ergebnisse von Erhebungen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Obwohl der Spaß an ihrer Arbeit an erster Stelle genannt werde, erwarteten sich die Jugendlichen mehr Unterstützung von staatlicher Seite, zum Beispiel eine steuerliche Absetzung von Unkosten oder die steuerliche Freistellung von Aufwandsentschädigungen. "Deutlich wird in den Ergebnissen dass die Mehrzahl der jungen Engagierten gerade in "traditionellen Strukturen" ehrenamtlich/freiwillig tätig ist und hier die Erwartungen an ihre Tätigkeit in großen Teilen erfüllt werden", sagte Nörber. Das angeblich propagierte Ende traditioneller Strukturen oder der Wegbruchengagierter Menschen in Vereinen und Verbänden seien offensichtlich ideologisch geprägte Wahrnehmung. "Was Ehrenamtliche leisten ist sehr wichtig aber oft zu wenig sichtbar", kritisierte Nörber auch im Hinblick auf ein Desinteresse der Medien an ehrenamtlicher Alltagsarbeit Jugendlicher und junger Erwachsener. "Es hat gut getan den Ausführungen Nörbers zuzuhören", befand Thomas Christ. Jetzt gelte es die von dem Referenten aufgezeigten Handlungsmöglichkeiten auch an Politiker und Medienschaffende heranzutragen. Für die Qualifizierung und Beratung junger Erwachsener dürften dem Staat oder anderen Gebietskörperschaften keine Fördermittel zu viel sein. Hier gehe es um eine Investition in unsere gesellschaftliche Zukunft. |